Sex macht glücklich?!

Das Kuschel- und Glückshormon Oxytocin, das beim Sex ausgeschüttet wird, kann für gute Gefühle und ein Stimmungshoch sorgen – das muss es aber nicht. Wer hat nicht schon mal das Gegenteil erlebt, und dass Sex unglücklich macht … Manche meinen, dass es bei der sexuellen Zufriedenheit vor allem auf die Frequenz ankommt. Wer in einer Partnerschaft regelmäßig einmal Sex pro Woche hat, soll mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit eine gute, harmonische Beziehung und ein glückliches Leben führen. Mehr Sex macht aber angeblich nicht noch glücklicher, weniger dagegen schon etwas unzufriedener.

Aktuelle Studien versuchen diese Zusammenhänge zu belegen. So sind Paare, die mindestens einmal pro Woche Sex haben, laut einer neueren Studie tatsächlich glücklicher. Aber: Das liegt wohl nicht am Sex allein, sondern auch mit daran, dass bei Paaren mit gutem, regelmäßigem Sex noch einige weitere „Begleiterscheinungen“ dazukommen. Sie tauschen sich aus und reden miteinander, sie suchen Intimität und körperliche Nähe mit, aber auch ohne Sex. Kuscheln und Gespräche verstärken die Zuneigung, das macht zufrieden, und zwischen Zufriedenheit und Sex entsteht dann eine Wechselwirkung: Zufriedenheit in der Beziehung führt zu Sex, und Sex führt mit zur Zufriedenheit – und so ab und zu vielleicht auch zu Glücksmomenten.

Zum Weiterlesen: Warum Sex glücklich macht (science ORF.at)

Text: Gunter Neubauer, SOWIT